Da montags bei uns Dienstabend ist, wurden wir gegen 21:30 von der Berliner Feuerwehr zur Beseitigung von beschädigten Bäumen angefordert. Der Zugtrupp fuhr zur Erkundung vor, während die weiteren Fahrzeuge beladen wurden. Es folgte ein GKW mit reichlich Motorkettensägen und Personal zum Einsatzort. Auch der LKW mit Ladekran unserer FGr. Wassergefahren zum Anheben der Baumteile wurde entsandt.
Vor Ort war eine Straße komplett durch einen Baum blockiert. Dieser hatte auch einen kleinen Anhänger unter sich begraben. Mit Kettensägen wurde der Baum zerkleinert und mit dem Ladekran zur Seite gehoben.
Es ging weiter zu einem Folgeeinsatz auf einem Dach. Dort hatte sich die Dachpappe großflächig gelöst. Die Dachpappe wurde abgetrennt, zwischenzeitlich stand eine notfallmäßige Abdichtung des offenen Dachs mit einer Plane gegen Regen im Raum. Gegen 7:00 am Dienstagmorgen wurden die Einsatzkräfte durch ausgeschlafene Kräfte ausgetauscht. Diese vollendeten die Arbeiten und Übergaben die Einsatzstelle dem Gebäudeverantwortlichem.
Am Donnerstag ging der nächste Sturm durch Berlin. Dieser war kurz, aber heftig, besonders im Berliner Norde kam es zu großflächigen Beschädigungen. Um 22:00 Uhr kam die erste Alarmierung zur Personalabfrage. Besonders gefragt waren ausgebildete Motorkettensägenbediener. Um 22:20 hieß es dann für einige Anfahrt zum Ortsverband. Der GKW und der MzGW wurden mit Personal und Material bestückt. Das Ziel war der Bereitstellungsraum auf dem Gelände der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie in Tegel. Dort trafen sich alle zwölf Berliner Ortsverbände mit ca. 20 Fahrzeugen. Aus dem Bereitstellungsraum wurden die einzelnen Fahrzeuge zu den umliegenden Einsatzstellen ausgesandt. Es musste erkundet, Bäume zerkleinert und zur Seite geräumt werden. Aufgrund der Vielzahl an Einsatzstellen ging es um die Abwehr akuter Gefahren für die Bevölkerung; nicht alle Bäume wurden restlos entfernt. Wichtig war, dass Straßen wieder passierbar wurden. Gegen 3:00 wurden wir aus dem Einsatz entlassen. Insgesamt waren um die 180 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Aus unserem Ortsverband waren an beiden Tagen Einsatzkräfte aller (Teil-)Einheiten eingesetzt.

